Anerkennungs- und Förderpreis für Kommunikation in der Onkologie Ein Preis der

Unterstützung auf Augenhöhe: Mentoring für junge Krebspatienten

Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe

Anerkennungspreis

Begründung Jury

„Mit diesem Programm wird jungen Krebspatienten der Austausch mit jungen Erwachsenen ermöglicht, die bereits eine Krebserkrankung durchmachen mussten. Dieser Austausch wird von der Jury als sehr positiv bewertet, da er direkte Kommunikation zwischen Betroffenen fördert. So kann es für Patienten einfacher sein, sich zu öffnen, außerdem können die Mentoren glaubhaft Mut und Hoffnung geben sowie Fragen nach der Zeit danach stellen und beantworten. Positiv aufgefallen ist der Jury zudem die Ausbildung für die Mentoren. Sie ist nicht nur gut durchdacht, sondern gibt auch ihnen noch einmal die Möglichkeit, ihre eigene Erkrankung zu reflektieren.“

Infos zum Projekt

„Wir hätten uns damals gewünscht, mit jemanden reden zu können, der die Krebserkrankung schon überstanden hat.“ Dieser Wunsch vieler ehemaliger Patienten ist der Grund, weshalb die Survivors 2004 mit der Unterstützung der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe (ÖKK) das Mentoring-Programm in Österreich konzipiert und umgesetzt haben.

Hintergrund dieser Aussage ist häufig die Angst vor der Krankheit, der Therapie, aber auch der unsicheren Zukunft. Das Mentoring durch junge Erwachsene, die in ihrer Kindheit oder Jugend selbst an Krebs erkrankt waren, bietet den jungen Patienten Unterstützung auf Augenhöhe und Erfahrungsaustausch, um so Angst zu nehmen, neue Perspektiven zu entdecken und Mut und Hoffnung zu schöpfen. Dadurch ergibt sich ein Austausch mit Personen, die in ihrer Kindheit oder Jugend selbst an Krebs erkrankt waren, die in denselben Spitalszimmern wie man selbst behandelt wurden und auch mit Haarausfall und Appetitlosigkeit aufgrund der Therapie zu kämpfen hatten. Und es ermöglicht, Fragen stellen zu können, die nur jemand beantworten kann, der Ähnliches erlebt hat – Fragen, von denen man glaubt, sie sonst niemandem stellen zu können.

Je nach Gegebenheiten der 6 teilnehmenden Kliniken, wird Mentoring im Einzel- oder Gruppensetting im Rahmen von wöchentlichen, zweiwöchentlichen oder monatlichen Besuchen auf der Station angeboten. Grundlage bietet der Mentoring-Lehrgang der ÖKK (bestehend aus 4 Modulen zu 160 Einheiten), der Voraussetzung zur Ausführung der Tätigkeit als Mentor.

Projektziel

Im Mittelpunkt des Mentoring-Programms steht der Erfahrungsaustausch, während medizinische Fragen nicht behandelt werden. Vielmehr geht es darum, Angst zu nehmen, Hoffnung und Mut zu geben, emotionale Unterstützung zu bieten, Perspektiven für das Leben nach der Krebserkrankung aufzuzeigen und Fragen zu beantworten, die nur Survivors einer kinderonkologischen Erkrankung beantworten können.

Mehr Infos zur einreichenden Organisation:

Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe