Anerkennungs- und Förderpreis für Kommunikation in der Onkologie Ein Preis der

Talking in Symbols

Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe

Förderpreis

Begründung Jury

„Die Kommunikation mit Patientinnen und Patienten mit nicht-deutscher Muttersprache stellt die behandelnden Personen oft vor eine große Herausforderung, der sich das Projekt ‚Talking in Symbols‘ widmet. Das Projekt hat die Jury nicht nur deshalb überzeugt, weil es einfach und praktisch umsetzbar ist, sondern auch, weil es in andere Bereiche gut übertragbar wäre bzw. auch bei Erwachsenen zum Einsatz kommen könnte. Zudem bieten die im Rahmen des Projektes entwickelten Kärtchen eine Unterstützung bei der nonverbalen Kommunikation, die gerade in der Onkologie und besonders im Umgang mit Kindern sehr wichtig ist.“

Infos zum Projekt

Die Kommunikation mit Patienten und Angehörigen nicht-deutscher Muttersprache ist eine Herausforderung im Klinikalltag, die es zu bewältigen gilt – auch an den einzelnen pädiatrisch onkologischen Abteilungen. Daher entwickelt die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe mit „Talking in Symbols“ ein Kommunikationstool, das Sprach- und Kulturbarrieren überwinden soll. Dabei werden Bildkarten dazu verwendet, Basisthemen, aber ebenso Grundbedürfnisse, medizinische Prozeduren, psychosozialen Angeboten, Therapieangebote an der Klinik und Alltagstätigkeiten nonverbal zu vermitteln.

Das Kommunikationstool kann für den gesamten Klinikalltag und damit für die medizinische, pflegerische und psychosoziale Versorgung eingesetzt werden. Abgedeckt werden unter anderem folgende Themen:

  • Grundbedürfnisse (z. B. Essen, Trinken, Toilette)
  • Orientierungshilfe an der Klinik
  • Medizinische Prozeduren (z. B. Blutabnahme, Therapie, Infusion)
  • Psychosoziale Angebote (z. B. Emotionales Wohlbefinden, Gespräche, Fragen, Kontinuität)
  • Therapieangebote an der Klinik (z. B: Physiotherapie, Ergotherapie, Musiktherapie, Kunsttherapie)
  • Alltagstätigkeiten (z.B. Lesen, Fernsehen, Spielen)

Damit es leicht mitgeführt werden kann, wird es in Form eines Pocketbooks zur Verfügung stehen.

Projektziel

Mit „Talking in Symbols“ sollen sprachliche Barrieren reduziert und die Kommunikation im Rahmen der medizinischen, pflegerischen und psychosozialen Versorgung ermöglicht werden – besonders dann, wenn verbale Kommunikation aufgrund nicht-deutscher Muttersprache nicht möglich ist. Patienten und Angehörige haben so die Möglichkeit, selbstständig zu kommunizieren. Gleichzeitig soll das Tool die Handlungskontrolle und Selbstwirksamkeit stärken sowie die Handlungsfähigkeit der Patienten und Angehörigen entwickeln.

 

Mehr Infos zur einreichenden Organisation:

Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe