Anerkennungs- und Förderpreis für Kommunikation in der Onkologie Ein Preis der

End of Life Boards für Palliativpatienten

Klinische Abteilung für Palliativmedizin / Universitätsklinik für Innere Medizin I

Anerkennungspreis

Begründung Jury

„Die Jury ist einstimmig der Meinung, dass es sich bei dieser Einreichung um ein Projekt mit besonders hohem Bedarf handelt. Einige Juroren sind mit diesem Thema tagtäglich konfrontiert und begrüßen es, dass derartige Initiativen ins Leben gerufen werden, um dazu beizutragen, ein immer wichtiger werdendes Thema strukturiert und klar anzugehen. Denn klar abgesprochene Vorgehensweisen dienen nicht nur dazu, die Rahmenbedingungen für die behandelnden Personen sicherzustellen, sondern verbessern auch die Kommunikation mit den betroffenen Patienten und ihren Angehörigen.“

Infos zum Projekt

Für manche Patienten ist die Lebenszeit absehbar und begrenzt, sie bedürfen in dieser letzten Phase bestmöglicher palliativer Betreuung. Diese kann die Lebensqualität verbessern, Depressionen reduzieren und mitunter das Leben verlängern. Palliativteams sind jedoch meist klein und können den Bedarf an erforderlicher Betreuung nicht abdecken. Sie sind auch nicht an allen Einrichtungen etabliert, oft ist in kritischen Situationen am Lebensende Hilflosigkeit die Folge. Um die Begleitung am Lebensende zu verbessern und die Angehörigen zu entlasten, wurden an der Klinischen Abteilung für Palliativmedizin 2016 sogenannte End of Life (EOL)-Boards etabliert.

Projektziel

Ziel ist eine individualisierte Betreuung und Therapie der Patienten. In den End of Life-Boards werden in dreiwöchigem Abstand maximal fünf Patienten pro Board besprochen, um eine hohe Qualität sicherzustellen. Case Manager melden Patienten für das Board an und verfassen gemeinsam mit dem multidisziplinären Team, das von Psychologen, Seelsorgern und Diätologen bis zu hämato-onkologischem Fachpersonal reicht, eine schriftliche Dokumentation.

 

Mehr Infos zur einreichenden Organisation:

Klinische Abteilung für Palliativmedizin