Anerkennungs- und Förderpreis für Kommunikation in der Onkologie Ein Preis der

Die Jury

Neun Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen

In der Jury sitzen neun Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Sie bewerten alle Einreichungen und ermitteln die Preisträger des Occursus. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Nutzen, den die Projekte oder Projektideen für die Kommunikation mit Krebspatienten liefern. Denn Kommunikation kann die Lebensqualität von Krebspatienten positiv beeinflussen.

  • Prim. Univ.-Prof. Dr. Andreas Petzer

    Präsident der OeGHO
    Ordensklinikum Linz, Vorstand Interne I: Internistische Onkologie, Hämatologie und Gastroenterologie
    "Kommunikation wie das ärztliche Gespräch wird leider in vielen Bereichen der Medizin nicht ausreichend gewürdigt und honoriert. Die Kommunikation ist jedoch im Bereich der Hämatologie und Onkologie unverzichtbar. Patienten als auch deren Angehörige benötigen eine fundierte Auskunft über die Art und das Wesen ihrer bösartigen Erkrankung und ihrer möglichen Behandlung. Vielen Patienten kann dadurch Kraft und Mut in der Bewältigung ihrer Erkrankung gegeben werden. Die Kommunikation ist auch ein entscheidender Faktor für die Adhärenz der Patienten hinsichtlich der ihnen verordneten Therapien. Eine gute Adhärenz wiederum bedeutet bessere Heilungschancen und längeres Überleben. Initiativen, die die Kommunikation unterstützen und fördern sind deshalb sehr willkommen."
  • Univ.-Prof. Dr. Hildegard Greinix

    Vizepräsidentin der OeGHO
    Medizinische Universität Graz, Abteilungsleiterin der klinischen Abteilung für Hämatologie
    "Um Menschen mit Krebserkrankungen ausgezeichnet behandeln zu können, ist eine empathische Kommunikation mit den Betroffenen und deren Angehörigen unerlässlich. Dabei wird nicht nur Information über die Erkrankung, deren Therapie und mögliche Nebenwirkungen vermittelt, sondern auch auf individuelle Bedürfnisse eingegangen, wodurch der Behandlungserfolg und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten entscheidend verbessert werden. In einem so innovativen Bereich wie der Hämatologie und Onkologie ist die professionelle fachorientierte Kommunikation zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen und Berufsgruppen von großer Wichtigkeit."
  • Tüchler

    Dr. Wolfgang Tüchler

    Geschäftsführer Janssen-Cilag Pharma GmbH
    "Die Entwicklung von neuartigen Behandlungsoptionen in der Onkologie ist eines unserer fünf Kernkompetenzfelder. Arzneimittel mit effektiver Wirksamkeit bei möglichst guter Lebensqualität zu erforschen, ist unser Beitrag als pharmazeutisches Unternehmen. Zu einer umfassenden Therapie und Betreuung von Krebspatienten bedarf es aber mehr als Medikamente. Der Occursus schafft neue Möglichkeiten für eine noch bessere Unterstützung des Patienten, und darum engagieren wir uns für diesen Preis."
  • andritsch

    Mag. Elisabeth Andritsch


    LKH-Univ. Klinikum Graz
    Leiterin der Psychoonkologie an der Univ. Klinik für Innere Medizin
    "Die Art der Kommunikation ist Arznei mit Wirkungen und Nebenwirkungen, denn: die Fähigkeit oder Unfähigkeit mit unseren PatientInnen über Krankheit, Gesundheit, Behandlung, Leben und Sterben zu kommunizieren, bewirkt gerade in der Onkologie nicht selten einen Unterschied zwischen einem Leben in Angst und Verzweiflung oder einem Leben mit Hoffnung und Zuversicht. Außerdem trägt eine gelungene Aufklärung wesentlich zur Bewältigung der Diagnose Krebs, die Auswirkungen auf alle Lebensbereiche hat, bei."
  • trattner

    Josef Trattner


    Präsident der Arbeitsgemeinschaft hämatologischer und onkologischer Pflegepersonen in Österreich (AHOP)
    "Gerade in der Onkologie spielt gelungene Kommunikation zwischen den betroffenen Menschen und dem behandelnden Personal eine besonders wichtige Rolle und kann einen wichtigen Beitrag zu einem positiven Behandlungsergebnis leisten. Die Auszeichnung von Initiativen die diese Kommunikation fördern ist absolut zu unterstützen."
  • thurnher

    Helga Thurnher

    Präsidentin der Selbsthilfe Darmkrebs
    „Ich unterstütze den OCCURSUS aus Überzeugung, da für mich gute und auf den Gesprächspartner eingehende Kommunikation zu den wichtigsten Dingen im Leben gehört und viele Situationen verbessern bzw. erleichtern kann.“
  • Mag. Martina Löwe

    Österreichische Krebshilfe
    Geschäftsführung
    "Krebspatienten, die über ihre Erkrankung und die Behandlungsschritte zu wenig informiert sind, sind leider oft empfangsbereit für selbsternannte Wunderheiler, die sich sehr einfühlsam präsentieren und Hoffnung verbreiten, in Wirklichkeit aber mit dem Leid der Menschen verwerfliche Geschäfte machen. In Zeiten der Verknappung ärztlicher Ressourcen ist es besonders wichtig, neue Initiativen und Projekte zu unterstützen, die mithelfen, dieses Manko an Information zu beheben."
  • bachinger

    Dr. Gerald Bachinger

    Patientenanwalt Niederösterreich
    Sprecher der ARGE der Patientenanwälte Österreichs
    "Gute Medizin bedeutet gute Kommunikation. Für einen bestmöglichen Therapie- bzw. Heilungsverlauf sind einige Faktoren wichtig, wobei das Mitwirken und Verständnis der Patienten die Grundlage ist. Patienten können dann zu Koproduzenten ihrer eigenen Gesundheit werden, wenn emphatische Kommunikation auf gleicher Augenhöhe gelebt wird."
  • Michael Heinrich, BI

    Österreichische Ärztekammer
    Leiter Öffentlichkeitsarbeit
    "„Man kann nicht nicht kommunizieren“ und „in der Kommunikation dominiert die Beziehung immer den Inhalt“. Diese Erkenntnisse von Paul Watzlawick machen klar, warum in der Medizin und vor allem in der Onkologie die Kommunikation eine überragende Bedeutung hat. Projekte und Ideen, die diese Bedeutung hervorheben und letztlich damit die Lebensqualität von Krebspatienten entscheidend verbessern können, müssen vor den Vorhang gebeten werden."