Anerkennungs- und Förderpreis für Kommunikation in der Onkologie Ein Preis der

Die Jury

Neun Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen

In der Jury sitzen neun Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Sie bewerten alle Einreichungen und ermitteln die Preisträger des Occursus. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Nutzen, den die Projekte oder Projektideen für die Kommunikation mit Krebspatienten liefern. Denn Kommunikation kann die Lebensqualität von Krebspatienten positiv beeinflussen.

  • Prim. Univ.-Prof. Dr. Ewald Wöll

    Vizepräsident der OeGHO
    Vorstand Innere Medizin, Krankenhaus St. Vinzenz Zams
    „Die Betreuung von Patienten mit bösartigen Erkrankungen ist immer multiprofessionell und stellt für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar. Dabei geht es nicht nur um kompetente und vollständige Information über Erkrankungsart, Verlauf und Therapieoptionen sondern auch um einen empathischen Umgang mit Betroffenen und deren Angehörigen sowie um eine gute interprofessionelle Gesprächskultur. Damit kann es zu einer besseren Patientenführung und Therapieadhärenz kommen, was sich positiv auf Lebensqualität und Behandlungsergebnisse auswirken kann.“
  • Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Eisterer

    Vizepräsident OeGHO
    Leitung der Abteilung für Innere Medizin und Onkologie am Allgemeinen öffentlichen Klinikum Klagenfurt am Wörthersee
    "Kommunikation wie das ärztliche Gespräch wird leider in vielen Bereichen der Medizin nicht ausreichend gewürdigt und honoriert. Die Kommunikation ist jedoch im Bereich der Hämatologie und Onkologie unverzichtbar. Patienten als auch deren Angehörige benötigen eine fundierte Auskunft über die Art und das Wesen ihrer bösartigen Erkrankung und ihrer möglichen Behandlung. Vielen Patienten kann dadurch Kraft und Mut in der Bewältigung ihrer Erkrankung gegeben werden. Die Kommunikation ist auch ein entscheidender Faktor für die Adhärenz der Patienten hinsichtlich der ihnen verordneten Therapien. Eine gute Adhärenz wiederum bedeutet bessere Heilungschancen und längeres Überleben. Initiativen, die die Kommunikation unterstützen und fördern sind deshalb sehr willkommen.“
  • Dr. Alexander Müller-Vonderlind

    Director Market Access & External Affairs Janssen-Cilag GmbH
    “Eine unserer Kernkompetenzen ist die Erforschung neuer Therapieoptionen in der Onkologie. Wir entwickeln seit vielen Jahren wirksame Arzneimittel mit gutem Sicherheitsprofil für Krebspatienten, mit denen sie die Chance haben, möglichst lange bei möglichst hoher Lebensqualität in ihrem vertrauten Umfeld weiterzuleben. Doch Krebspatienten brauchen mehr als nur wirksame Arzneimittel: Sie brauchen vor allem Unterstützung, Betreuung und verständliche Kommunikation. Aus diesem Grunde unterstützen wir den Occursus.“
  • andritsch

    Mag. Elisabeth Andritsch


    LKH-Univ. Klinikum Graz
    Leiterin der Psychoonkologie an der Univ. Klinik für Innere Medizin
    "Die Art der Kommunikation ist Arznei mit Wirkungen und Nebenwirkungen, denn: die Fähigkeit oder Unfähigkeit mit unseren PatientInnen über Krankheit, Gesundheit, Behandlung, Leben und Sterben zu kommunizieren, bewirkt gerade in der Onkologie nicht selten einen Unterschied zwischen einem Leben in Angst und Verzweiflung oder einem Leben mit Hoffnung und Zuversicht. Außerdem trägt eine gelungene Aufklärung wesentlich zur Bewältigung der Diagnose Krebs, die Auswirkungen auf alle Lebensbereiche hat, bei."
  • Harald Titzer, BSc, MSc

    Arbeitsgemeinschaft hämatologischer und onkologischer Pflegepersonen in Österreich (AHOP)
    Präsident der AHOP
    „Im Kontext der Onkologie spielt Kommunikation zwischen Gesundheitsfachpersonen und den betroffenen Menschen eine wesentliche Rolle. Egal ob innerhalb des multiprofessionellen Teams oder in Gesprächen mit Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen, optimale Kommunikation und Gesprächsführung leisten einen wesentlichen Beitrag zur vertieften Beziehungsgestaltung und führen zu Sicherheit und Vertrauen.“
  • thurnher

    Helga Thurnher

    Präsidentin der Selbsthilfe Darmkrebs
    „Ich unterstütze den OCCURSUS aus Überzeugung, da für mich gute und auf den Gesprächspartner eingehende Kommunikation zu den wichtigsten Dingen im Leben gehört und viele Situationen verbessern bzw. erleichtern kann.“
  • Mag. Martina Löwe

    Österreichische Krebshilfe
    Geschäftsführung
    "Krebspatienten, die über ihre Erkrankung und die Behandlungsschritte zu wenig informiert sind, sind leider oft empfangsbereit für selbsternannte Wunderheiler, die sich sehr einfühlsam präsentieren und Hoffnung verbreiten, in Wirklichkeit aber mit dem Leid der Menschen verwerfliche Geschäfte machen. In Zeiten der Verknappung ärztlicher Ressourcen ist es besonders wichtig, neue Initiativen und Projekte zu unterstützen, die mithelfen, dieses Manko an Information zu beheben."
  • bachinger

    Dr. Gerald Bachinger

    Patientenanwalt Niederösterreich
    Sprecher der ARGE der Patientenanwälte Österreichs
    "Gute Medizin bedeutet gute Kommunikation. Für einen bestmöglichen Therapie- bzw. Heilungsverlauf sind einige Faktoren wichtig, wobei das Mitwirken und Verständnis der Patienten die Grundlage ist. Patienten können dann zu Koproduzenten ihrer eigenen Gesundheit werden, wenn emphatische Kommunikation auf gleicher Augenhöhe gelebt wird."
  • Ass.-Prof Dr. Florian Arendt

    Universität Wien, Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft
    Gesundheitskommunikation
    "Gesundheitskommunikation kann einen messbaren Unterschied bewirken: Die Art und Weise wie kommuniziert wird sollte daher im Fokus unserer Aufmerksamkeit sein - der Occursus zielt darauf ab"